|

|
|
|

|
| |
| |
|
Scalalogie |
| |
|
|
| |
|
Wissenschaft
der Treppen, Treppenkunde |
| |
|
|
|
| Veröffentlichungen |
|
|
|
| |
|
|
|
 |
|
Daiber. Gero |
Die Treppenkonstruktionen
in Miethäusern von 1850 - 1940
Aspekte zu ihrer Entwicklung und Verbreitung am Beispiel Berlin, Hamburg
und Hannover
Werner-Verlag, Düsseldorf, 1986
ISBN 3-8041-1341-9 |
| |
|
|
| |
|
In der Untersuchung wird
dargestellt, inwiefern der allgemeine Wandel der Bauformen und Bauweisen
des 19.Jahrhunderts auch die Konstruktion der Miethaustreppen beeinflusst
hat. Dabei kommt der Einführung der Bauordnungen und Baugesetze
besondere Bedeutung zu, die von Mitte des letzten Jahrhunderts an
erstmalig auch Regelungen über die Ausführung von Bauteilen
enthalten. Außerdem wird durch eine Erhebung festgestellt, welche
Treppenkonstruktionen innerhalb dieser administrativen Maßgaben
ausgeführt sind, welche technischen Merkmale sie aufweisen und
welche Umstände ihre Verwendung begünstigt haben könnte. |
| |
|
|
| |
|
Dabei hat sich gezeigt, dass
die Holztreppen als allgemein verbreitetes Konstruktionssystem zu
Beginn des Untersuchungszeitraumes aus dem Miethausbau verdrängt
wurden. Die Ursache dafür ist eindeutig dem Erlass der Bauordnungen
zuzuschreiben, die diese Entwicklung entweder allmählich, wie
beispielsweise in Berlin, oder wie in Hannover sehr plötzlich
bewirkt haben. Eine Bevorzugung bestimmter Konstruktionen durch die
Bauordnungen liegt jedoch nicht vor. Dass sich trotzdem in den Städten
jeweils andersartige Treppenkonstruktionen durchsetzen konnten, ist
auf die ökonomisch unterschiedlichen Bindungen dieser Regionen
zurückzuführen. In Berlin ist das die Gewölbetreppe,
in Hamburg die Kragstufentreppe und in Hannover die Blechtreppe. |
| |
|
|
| |
|
Der Wandel der Bauform in
den 20er Jahren wirkt sich nur in Berlin auch deutlich auf die Treppen
aus. Die Stahlsteintreppe, ein neues, zeitgemäßes Bausystem,
löst hier die bisherigen Holz und Gewölbetreppen ab. In
Hamburg und Hannover dagegen haben sich die frühzeitig etablierten
Kragstufen bzw. Blechtreppen auch weiterhin in technischer und wirtschaftlicher
Hinsicht bewähren können. Erst nach dem zweiten Weltkrieg
wird dann in Deutschland durch die Verbreitung der Stahlbetontreppen
auch die Konstruktionsweise der Treppen wieder vereinheitlicht. |
| |
|
|
| |
|
|
Der Band ist momentan vergriffen
und kann nur über öffentliche Bibliotheken bezogen werden. |
| |
|
|
|
| |
|
|
|
 |
|
Daiber, Gero |
Blechtreppen in Hannover
in:
Detail - Zeitschrift für Architektur + Baudetail
Serie 1992, Heft 2
Verlag: Institut für internationale Architektur-Dokumentation
GmbH
München
ISSN 0011-9571 |
| |
|
|
| |
|
Ausgelöst durch die
Industrialisierung im 19. Jahrhundert hat das rasante Wachstum unserer
Städte auch neue Miethausformen hervorgebracht. Dabei entwickelten
sich noch regional unterschiedliche Bauformen, beispielsweise die
"Schlitzhäuser" in Hamburg, die "Mietskaserne"
in Berlin oder das "Zinshaus" in Wien. Diese Entwicklung
ließ auch die Treppenkonstruktionen dieser neuen Gebäude
nicht unberührt. Ausgehend von den Erfahrungen verheerender Stadtbrände
waren die Kommunen veranlasst, die Feuersicherheit der Gebäude
umfassender als bisher zu regeln. Erste Verordnungen dieser Art setzen
dann ab etwa 1850 nichtbrennbare Baustoffe wie Stein oder Eisen als
Treppenbaumaterial fest. Die Erkenntnis aber, dass nicht die Brennbarkeit
des Baustoffs sondern vielmehr die Feuerwiderstandszeit des Bauteils
die Sicherheit im Brandfall gewährleistet, schlägt sich
in den Bauverordnungen erst etwa ab 1920 nieder. |
| |
|
|
| |
|
Etwa 65 Jahre lang ist die
Blechtreppe in Hannover die gebräuchlichste Treppenkonstruktion.
Ursache dieser Verbreitung ist die Einführung der Bauordnung
von 1880. Eine Begünstigung der Blechtreppen kann ihr allerdings
nicht zugeschrieben worden, da man ja in gleichem Maße auch
hätte Steintreppen ausführen können. |
| |
|
|
| |
|
Die Hannoverschen Blechtreppen
können epochal in zwei Hauptgruppen geteilt werden, wobei sich
diese lediglich durch fertigungstechnische Merkmale unterscheiden.
Die "Alte Bauart" findet man bis etwa 1918, die "Neue
Bauart" dann mit Beginn des Genossenschaftswohnungsbaus ab 1906.
Der Übergang von einer zur anderen Bauart erfolgt schrittweise
und schafft dabei etliche Übergangstypen, die aber anteilig von
untergeordneter Bedeutung sind. |
| |
|
|
|
| |
|
|
|