Denkmalpflege

     


Süd-Westansicht Dorfkirche Frankenförde


Erneuerte Deckenbalkenköpfe

 

Dorfkirche in Frankenförde (Landkreis Teltow-Fläming)

     
  Geschichte Der Baubeginn der einschiffigen (21,0 m x 10,5 m) Hallenkirche wird in das 15. Jahrhundert datiert. Eine dendrochronologische Untersuchung von Holzteilen des Dachtragwerks nennt als Fälldatum das Jahr 1461. Gegen Ende des 17. Jahrhunderts wurde vor den Westgiebel ein quadratischer Turm mit querstehendem Satteldach in das Dach gestellt.
     
  Situation

Das Kehlbalkendach des Kirchenschiffes ist in Längsrichtung nicht ausgesteift. Eine horizontale Anbindung der Giebel ist nicht vorhanden was eine deutliche Neigung beider Giebel und entsprechend auch große Risse im den Längswänden des Feldsteinmauerwerks zur Folge hat.
Die Holzkonstriktion des Turmes steht auf den Deckenbalken der Kirche, welche unterseitig durch 4 Stiele gestützt werden. Die Gründung dieser Stiele ist unzureichend und hat eine nachträglich über den Deckenbalken angeordnete Abfangkonstuktion notwendig gemacht. Dadurch wurden über die Deckenbalken zusätzliche Lasten in die Längswände am Westgiebel eingebracht was dort die Rissbildung im Mauerwerk begünstigt hat.
Die Balkenköpfe der Deckenbalken und Sparren sind durch jahrzehntelange Dachschäden teilweise verrottet.

     
  Instandsetzung Folgende Instandsetzungmaßnahmen wurden geplant, ausgeführt und mit der unteren Denkmalschutzbehöde abgestimmt:
     
    - Horizontale Aussteifung des Daches
    - Anbindung der Giebelscheiben an die Horizontalausteifung
    - Instandsetzung der Deckenbalken und Sparren
    - Entfernen der nachträglich eingebauten Turmabfangung
    - Neugründung der vier Turmstiele unterhalb der Deckenbalken
    - Instandsetzung der Risse in den Längswänden
    - Abdeckung der Mauerkronen der Giebel mit einer Kupfereindeckung
     
    Die Grabungsarbeiten für die vier Stielfundamente innerhalb der Kirche wurde von der Denkmalschutzbehörde durchgeführt. Dabei wurden verschiedene Münzen gefunden.
       
       

Westfassade der instandgesetzten Kirche
  Stephanus Kirche in Berlin-Wedding
     
  Geschichte Die Grundsteinlegung der Stephanus-Kirche fand am 31. Oktober 1902 statt. Nach gut zwei Jahren Bauzeit wurde die Kirche am 04. Dezember 2004 eingeweiht. Die Kirche hat 1200 Sitzplätze. Architekt der in weitgehend gotischem Stil erbauten Kirche sowie des angebundenen Gemeindehauses war Baurat Bürkner. Der fast 80 m hohe Turm an der Prinzenallee/Ecke Soldiner Straße beherrscht weitgehend das Straßenbild.
     
  Situation Neben einigen Kriegschäden war die Verfugung des Mauerwerks stark verwittert und teilweise ausgebrochen. Die Tragfähigkeit der Zugbänder oberhalb des Glockengestühls war beeinträchtigt. Das Giebelkreuz auf dem Westgiebel hatte keine ausreichende Standsicherheit und musste überarbeitet werden.
     
  Instandsetzung Die erwähnten Schäden betrafen überwiegend den Turm und die Westfassade der Kirche. Deshalb wurden zunächst nur dort folgende Instandsetzungsmaßnahmen durchgeführt:
     
    - Modellierung von Mauerschäden mit Mineros-Steingutmasse
    - Neuverfugung des gesamten Mauerwerks
    - Erneuerung der Zugbänder im Glockengestühl
    - Steinmetzmäßige Instandsetzung von Wasserspeiern und Giebelkreuz
    - Erneuerung der Schalljalousien
    - Instandsetzung der Kupferdächer
    - Instandsetzung der Turmuhr
    - Einbau einer Blitzschutzanlage
     
    Obwohl die Kirche nicht unter Denkmalschutz steht wurden alle Arbeiten nach denkmalpflegerischen Aspekten durchgeführt.